Berufliche Schulen in Korbach und Bad Arolsen

 

Home


Presserückblick 2003 Drucken
Verantwortlich für diese Seite: Volker Scharfe   

12-2003 - Mit Schwerpunkt zum Abitur
12-2003 - Umarmung und Lohn für ehrliche Finderin
12-2003 - Stand zum Thema "Rund ums Fleisch" in Korbachs Innenstadt
10-2003 - Berufsfachschüler stellten Vertretern der Elektrobranche Projekt vor
09-2003 - Schulprojekt: Lehrlinge bauten für die Kunst
07-2003 - 1. Preis beim Informatik Wettbewerb
07-2003 - Verabschiedung in den Ruhestand
07-2003 - Christiane Becker-Ette zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt
07-2003 - Entlassungsfeier der Fachoberschüler Wirtschaft und Verwaltung
06-2003 - BSK entlassen Fachoberschüler
06-2003 - BFS Schüler referieren beim ökologischen Kongress in Polen
06-2003 - Schüler aus Frankfurt zu Gast
05-2003 - Einjährige Hotelfachschule informiert
05-2003 - Lackierraum für 60 000 Euro erneuert
03-2003 - Marketing-Projekt der Hotelfachschule
03-2003 - Kulinarischer Abend der Hotelfachschule Korbach
03-2003 - Projekt des Religionskurs der Fachoberschule geht online
03-2003 - Gewaltprävention war das Thema des Pädagogischen Tages
03-2003 - Förderverein: Vortragsveranstaltung
02-2003 - Fachschule für Wirtschaft: Zeugnisse für 14 Betriebswirte
01-2003 - 4. Sportaktionstage der Beruflichen Schulen
01-2003 - Abschlussprüfung in der Gastronomie
01-2003 - Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema Drogenprävention
01-2003 - EU-Austauschprogramm - St. Engelbracht in Norwegen
01-2003 - Starthilfe für berufliches Gymnasium
01-2003 - Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt eines Ergotherapeuten
01-2003 - Schüler lernen Unternehmenspraxis / Weltweiter Übungsmarkt

 

Mit Schwerpunkt zum Abitur

Berufliches Gymnasium: 60 Schüler nutzen in Korbach und Bad Arolsen das neue Angebot

 

Informationsbesuch: Landrat Helmut Eichenlaub mit Berufsschulleiter Werner Schmal (rechts) und Schülern des Beruflichen Gymnasiums.

KORBACH/BAD AROLSEN. Bei einem Besuch in den Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen informierte sich Landrat Helmut Eichenlaub über das zu Beginn dieses Schuljahres gestartete Berufliche Gymnasium.

Die Schulleiter Werner Schmal (Korbach) berichtete, werden derzeit in der Jahrgangsstufe 11 knapp 60 Schüler am Hauptstandort Kasseler Straße und am Außenstandort Klosterstraße unterrichtet. Es gibt zwei Klassen der Fachrichtung Wirtschaft sowie eine der Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Datenverarbeitungstechnik.

Eichenlaub zeigte sich erfreut, dass eine ausreichende Zahl von Schülern für den neuen Bildungsgang gewonnen wurde: „Ich bin froh, dass wir den weißen Fleck auf der Landkarte, den Waldeck-Frankenberg in der Vergangenheit bezüglich des Beruflichen Gymnasiums darstellte, beseitigen konnten. Vor allem Realschulabgänger hätten nun eine zusätzliche Möglichkeit, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Die Ausbildung am Beruflichen Gymnasium umfasst drei Jahre Vollzeitunterricht und unterscheidet sich damit nicht von der Oberstufe an den allgemeinen Gymnasien. Der Einführungsphase in der Klasse 11 folgt die zweijährige Qualifikationsphase, die mit dem Abitur abschließt. Absolventen des Beruflichen Gymnasiums können sowohl Fachhochschulen als auch Universitäten besuchen - ein entscheidender Unterschied zur Fachoberschule. Das Berufliche Gymnasium steht allen Schülern mit mittlerer Reife offen. Allerdings muss die Durchschnittsnote in Mathematik, Deutsch, erster Fremdsprache und einer Naturwissenschaft besser als 3,0 sein. Wer an einem Gymnasium die Versetzung in Klasse 11 vorweisen kann, braucht diesen Durchschnitt nicht.

Eichenlaub und Schulleiter warben bei Schülern der Klassen 10 sowie deren Eltern für das neue Angebot. Die Ansprüche am Beruflichen Gymnasium unterschieden sich nicht von denen am allgemeinen Gymnasium, so Schmal. Allerdings bestehe eine Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Fachbereiche. So könnten persönliche Stärken und Neigungen eingebracht werden.

Anmeldeschluss für das nächste Schuljahr ist der 15. Februar. [Zu den Anmeldeformularen]

 

HNA, im Dezember 2003

 

 

Umarmung und Lohn für ehrliche Finderin

KORBACH (nv). Ehrlichkeit zahlt sich aus - das zeigt die Geschichte von Jessica Hofmann und Olga Neuendank. Auf dem Schulweg fand Jessica (links) gestern Vormittag vor dem Eingang der Beruflichen Schulen eine Geldbörse mit 110 Euro, Geldkarte und allerlei Papieren. Keine Sekunde dachte die 21-Jährige darüber nach, etwas von den 110 Euro - fast das Dreifache ihres Monatslohns - zu behalten. „Ich habe das Portmonee aufgehoben und selbstverständlich im Sekretariat abgegeben", erzählt Jessica. Sie wohnt im Bad Arolser Bathildisheim und wird in den dortigen Werkstätten ausgebildet. Zweimal wöchentlich besucht sie die Sonderberufsschule [mehr...] in der Kreisstadt. Im Monat erhält sie für ihre Arbeit einen Lohn von 40 Euro. Nach Jessicas Fund wurde die Geldbörse von einem Lehrer geöffnet, um den Besitzerfestzustellen. Olga Neuendank, Schülerin an der benachbarten Alten Landesschule, hieß die Inhaberin. „Bis ich ausgerufen wurde, war mir noch nicht aufgefallen, dass ich mein Portmonee verloren hatte", sagt die 18-Jährige. „Umso glücklicher bin ich, dass es einem ehrlichen Finder in die Hände gefallen ist, da ich recht viel Geld dabei hatte." Zum Dank bekam Jessica von Olga einen Finderlohn und eine dicke Umarmung. (Foto: nv)

 

WLZ, im Dezember 2003

 

Chili frisch aus der Pfanne

Stand zum Thema "Rund ums Fleisch" in Korbachs Innenstadt

 

Einblicke in das Berufsbild von Fleischern und Fleischfachverkäufern und Wissenswertes rund ums Thema Fleisch: Das bekamen Besucher der Korbacher Innenstadt am Samstag an einem Stand der Beruflichen Schulen und der Fleischerinnung Waldeck-Frankenberg präsentiert.

Gegen eine Spende für das Mutter-Kind-Zentrum Kreisel konnte belegtes Stangenbrot und frisches Chili con Garne probiert werden; im Bild die Auszubildenden Jennifer Andritzke (links) und Sibela Alle (Zweite von rechts) mit Studienreferendarin Bettina Hessel und Fachpraxislehrer Manfred Figge.

Ziel der Aktion war es unter anderem, so Bettina Hessel, die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung im Fleischerhandwerk der Region zu zeigen. SÜM/FOTO: SÜMER

 

HNA, im Dezember 2003

 

Werbung in eigener Sache

Berufsfachschüler stellten Vertretern der Elektrobranche Projekt vor

 

Alarm: Serkan Kaplan, Waldemar Schmer und Rudolf Richter stellen ihr Projekt vor. FOTO: DSX

KORBACH. Eigenwerbung bei Ausbildungsbetrieben haben elf Schüler der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen mit einem Fächer übergreifenden Gebäudesystemprojekt betrieben.
Am Standort Korbach präsentierten sie jetzt ihre Ergebnisse: Eine Haussprechanlage, ein Einbruchmeldesystem sowie eine programmierte Lichtschaltung. Acht Firmenchefs aus der Elektro-Branche waren bei der Projektvorstellung vor Ort.

Seit den Sommerferien arbeiteten die Schüler der Berufsfachschulklasse 11BFT 02 in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch, Politik und Wirtschaft, im arbeitstechnischen Unterricht sowie beim technischen Zeichnen an dem Projekt. Unterstützt wurden sie dabei von sieben Lehrern. Einen Teil des Materials stellten Unternehmen zur Verfügung.

Initiator des Ganzen ist Dirk Michel, Fachlehreranwärter im Bereich Elektrotechnik: „Das Projekt soll den Schülern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern." Es sollte aber nicht nach dem Motto laufen: „der Lehrer macht vor, die Schüler machen nach". Seine Schützlinge sollten das reale Arbeitsleben kennen lernen.

Zu Beginn befragten sie Handwerker, was sie im Arbeitsalltag von ihren Auszubildenden erwarten. In den Antworten wurden neben dem sicheren Umgang mit dem Kunden Fertigkeiten wie die Installation von Melde- und Haustechnik genannt. An diesen Ansprüchen richteten die Schüler schließlich ihr Projekt aus.

Nachdem sie sich theoretische Kenntnisse angeeignet hatten, wurden Gespräche mit potenziellen Kunden geführt, Angebote erstellt. Anschließend spielten die Schüler von der Bearbeitung des Auftrags über die Montage und Inbetriebnahme der Geräte bis zum Umgang mit Reklamationen sämtliche Arbeitsschritte durch.

Am Ende stand die Präsentation vor Vertretern der Handwerksbetriebe. „Das Ziel ist, dass die Schüler irgendwo unterkommen", erklärte Dirk Michel. Mit ihrem Abschluss können sie nach der 11. Klasse in einem Ausbildungsbetrieb im zweiten Lehrjahr einsteigen.

Rudolf Richter will sich für das kommende Jahr um einen Ausbildungsplatz im Bereich Elektrotechnik bewerben. „Ich hoffe sehr, dass die Projekt Vorstellung eine gute Werbung war", meinte er. Es sei zudem eine gute Erfahrung gewesen und hätte Spaß gemacht, erklärte der 17-Jährige.

Die Vertreter der Betriebe zollten den Schülern Anerkennung, so Michel. „Alle die da waren, werden sich an sie erinnern." Dirk Michel plant nun, das Projekt, in anderen Klassen weiterzuführen. (DSX)

 

HNA, Oktober 2003

 

Schulprojekt: Lehrlinge bauten für die Kunst

Berufliche Schulen des Landkreises in Korbach und Bad Arolsen mit Unterrichtsprojekt Staffelei

Holz: Die Lehrlinge bei der Präsentation ihrer Projektarbeiten mit der stellvertretenden, Schulleiterin Christiane Becker-Ette, Tischlermeister Wolfgang Führer und Fachlehrer Gerd Kontner. FOTO: NH

KORBACH. Bei einem gemeinsamen Projekte des Tischlerhandwerks und der Beruflichen Schulen in Korbach behandelten die künftigen Tischlergesellen des zweiten Ausbildungsjahres unter Leitung des Fachlehrers Gerd Kontner an ihrem zweiten Berufsschultag das Thema „Staffelei" von der Planung bis zur Fertigung. Zum Einstieg informierten sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Bildern, Katalogen und einer einfachen Staffelei aus Latten über das Thema. Bei der ersten Besprechung und Vorstellung des Projektes wurde eine Anforderungsliste (Funktionalität, Maße, Haltbarkeit, Design, Kosten) als Vorgabe erarbeitet. Im zweiten Schulhalbjahr folgte dann die Anfertigung der Entwürfe und Modelle im Maßstab 1:10. Diese wurden in der Klasse präsentiert und erläutert. So konnten noch Anregungen und Verbesserungsvorschläge eingearbeitet werden. Im nächsten Schritt mussten die Ansichts- und Fertigungszeichnungen mit Details sowie das Erstellen der Materialliste erarbeitet werden.

Nach Abschluss dieser Vorarbeiten, die sich insgesamt über 20 Stunden Berufsschulunterricht erstreckten, erfolgte im Rahmen der Kooperation Betrieb und Schule in Absprache mit dem Vorsitzenden der Prüfungsausschusses, Tischlermeister Wolfgang Führer, die Umsetzung in der Praxis. Für die praktische Umsetzung des Projekts „Staffelei" stellten die Beruflichen Schulen Korbach den letzten Berufsschultag und die Ausbildungsbetriebe das benötigte Material zur Verfügung.

Die Abgabe der fertigen Staffeleien erfolgte am ersten Berufsschultag des neuen Schuljahres. Die Präsentation der gelungenen und durchdachten Konstruktionen der Auszubildenden bestätigte den Erfolg dieses Kooperationsprojektes, so dass die jungen Leute mit Recht voller Stolz ihre Ergebnisse vorstellten.

Die Bewertung durch die Fachlehrer Konrad Hackel und Gerd Kontner führte so zu zwei ersten Plätzen: Dimitrij Hoyer (Berufsförderungswerk Korbach, Ausbilder Thomas Brand und Marek Goliszewski) überzeugte mit der besten Idee und einem guten Handling, während Judith Teiner (Ausbildungsbetrieb Peter Einax, Gembeck) eine durchdachte Konstruktion mit einer guten Materialkombination und einer sehr guten Verarbeitung präsentierte. Den zweiten Platz belegte Jens Schilling (Ausbildungsbetrieb Dirk Schlömer, Flechtdorf), der mit seiner Staffelei gleichermaßen gute Detaillösungen und eine gute Verarbeitung zeigte. Dank, so Fachlehrer Gerd Kontner, gebühre den Ausbildungsbetrieben für die gute Zusammenarbeit. (NH)

 

HNA, September 2003

 

BSK-Schüler erlangen 1. Preis beim Informatik Wettbewerb

 

Der Fachoberschulkurs ev. Religion der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen wurde beim Informatikwettbewerb des Landkreises Waldeck-Frankenberg der Oberstufe mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 

[weiterer Presseartikel zum Projekt ...]

 

 

[zum Projekt unter www.websuche-korbach.de]

 

 

 

 

 

Verabschiedung in den Ruhestand

KORBACH (r). Mit Abschluss des Schuljahres erreichten gleich vier Lehrkräfte der Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen den Ruhestand (von links): Annette Meier, Wolfgang Grabosch, Maria Klaus und Helga Schluckebier (nicht auf dem Foto). Schulleiter Werner Schmal sprach allen seinen besonderen Dank für die langjährig zuverlässig geleistete Arbeit aus und würdigte das hohe Engagement der in Ruhestand gehenden Lehrerinnen und Lehrer für die gesamte Schule. Schmal wünschte für die weitere Zukunft vor allen Dingen Gesundheit und Erfüllung in den häufig zurück gestellten individuellen Interessenlagen und Hobbys. (Foto: BSK)

 

WLZ, Juli 2003

 

Herrscherin über den Stundenplan

Christiane Becker-Ette zur stellvertretenden Schulleiterin der Beruflichen Schulen ernannt

 

Christiane Becker-Ette, seit gestern offiziell stellvertretende Schulleiterin der Berufsschule in Korbach: Den Stundenplan zu gestalten gehört zu ihren Hauptaufgaben. (Foto: BSK)

KORBACH (kdl). Nun ist es offiziell: Christiane Becker-Ette heißt die neue stellvertretende Schulleitern der Berufsschule Korbach-Bad Arolsen. Während der Lehrerkonferenz am 16. Juli führte Werner Schmal die Diplomhandelslehrerin in ihr Amt ein.

Für Becker-Ette ist dies die offizielle Anerkennung ihrer Arbeit. Bereits seit Dezember vergangenen Jahres leitete die Nachfolgerin von Werner Schmal, der vom stellvertretenden zum Schulleiter ernannt worden war, die Berufsschule stellvertretend - kommissarisch.

Den Stundenplan zu gestalten, Änderungen einzubauen und vor allem Organisatorisches gehören zu ihren Aufgaben. Unterricht im Klassenzimmer und in den Ausbildungsräumen tritt dabei zurück: Nur noch acht Wochenstunden tritt sie als Lehrerin für Wirtschaftslehre und Deutsch vor die Klasse.

Als stellvertretende Schulleiterin sei man mehr Managerin als Lehrerin, und das ist ihr nicht fremd. Die gelernte Hotelfachfrau hatte bereits mehrere Jahre in der Wirtschaft gearbeitet, bevor sie sich für den Lehrerberuf entschied.

Nach der Ausbildung, während der sie von 1980 bis 1982 die Berufsschule Korbach besuchte, qualifizierte sie sich von der Empfangssekretärin und Vertreterin im Aufsichtsrat der Dorint-Hotel-Gesellschaft.

Erst relativ spät, 1987, entschied sich die gebürtige Dortmunderin für den Lehrerberuf und studierte Wirtschaftspädagogik. Von 1992 kehrte sie als Referendarin an die Berufsschule Korbach zurück - und blieb. Seit 1996 Beamtin auf Lebenszeit, wurde sie 2001 zur Oberstudienrätin ernannt. Schulleitung wie auch der Personalrat unter Vorsitz von Waltraud Schäfer wünschten Becker-Ette für ihre neue Aufgabe „viel Glück und Erfolg".

 

WLZ, Juli 2003

 

Fachleute für Wirtschaft und Verwaltung

Abschlussfeier der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen

 

Für besondere Leistungen wurden bei der Verabschiedung der Absolventen aus den kaufmännischen und den Gesundheitsberufen der Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen geehrt: hinten v. r.:
B. S., Adriana Brol, Carola Fingerhut, Helene Kirchmeier, Stella Schmilz, Marita Saure, Nina Grottker, vorn v. r.: Schulleiter Werner Schmal, Oliver Schanz, Nikos Förster, Sabrina Rechau, Viktoria Rogalski, Medine Ozdemir, Sebastian Görgl, Kristin Schneider, Stefanie Fisseler, Sarah Repp, Kirsten Klingmann, Diana Lieb, Christinejilg, Heiko Figge-Böttger, Larissa Kehm, Tabea Stracke, Sabrina Pöttner, Abteilungsleiter Jürgen Burow. (Foto: mm)

BAD AROLSEN-MENGERINGHAÜSEN (mm). Eine Grundausbildung für verschiedene Berufsfelder wie zum Beispiel Wirtschaft oder Gesundheit schlug der Leiter der Abteilung III der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen, Studiendirektor Jürgen Burow, bei der Verabschiedung der diesjährigen Schulabgänger vor.

Diese als Vision verstandene Neuerung müsse nicht drei Jahre dauern und könne dann mit anschließenden Modulen für bestimmte berufliche Tätigkeiten fortgesetzt werden. Das System werde dadurch flexibler und die Weiterbildung würde erleichtert. Burow lobte in seiner Ansprache, Schule und Betriebe seien in den letzten Jahren mehr aufeinander zugegangen. Gemeinsame Wege und Lösungen für eine erfolgreiche Berufsaus- und Weiterbildung seien gefunden worden und würden weiterentwickelt.
324 Schülerinnen und Schüler der kaufmännischen Ausbildung und der Gesundheitsberufe erhielten in der Mengeringhäuser Stadthalle ihre Zeugnisse. Schulleiter Werner Schmal bedankte sich in seiner Begrüßung bei den Betrieben, dass sie Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt hätten, dies sei leider nicht mehr selbstverständlich. Den Absolventen gab er mit, sie hätten viele Etappen auf ihrem Lebensweg vor sich wie die Rennfahrer bei der Tour de France. Die Berufsausbildung sei nur eine davon.
Bürgermeister Gerhard Schaller knüpfte an dieses Beispiel an, das Lernen als Schüler sei die erste Chance gewesen zu lernen, aber auch als Erwachsener müsse man immer wieder neue Chancen nutzen, um überhaupt mitzukommen. Bei der Tour de France sei außerdem das Ziel des Rennens genau vorgegeben, was für den Lebensweg nur selten abzusehen sei.
Kreisbeigeordneter Otto Wilke gratulierte als Vertreter des Schulträgers. Zwar sei der Lebensweg nicht mehr genau vorauszusehen, aber für junge Leute sei es interessant, nicht in ein fest geformtes Schema gepresst zu sein. Er wies auch darauf hin, es sei für die Jugend durchaus vorstellbar, einmal einen Arbeitsplatz in ganz Europa zu suchen.
Burkhard Köhler, Vertreter der nordhessischen Steuerberater, erinnerte in seiner Festrede an die für Deutschland negativen Ergebnisse der Pisastudie und gab zu bedenken, dass Arbeitsplätze in die Länder wandern würden, in denen der höchste Bildungsstand sei. Er rief die Absolventen auf, sich mit ihrem nun erlernten Beruf zu identifizieren, nur wenn man hinter einer Sache stehe, habe man Spaß daran und dadurch auch Erfolg.
Im Namen der Schüler bedankten sich Stella Schmilz und Johannes Stachowiak bei der Schule und bei ihren Lehrern. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der „Smoke-Revival-Band" der Christian-Rauch-Schule unter der Leitung von Werner Sostmann. Großen Beifall erhielt Ines Macek, Absolventin der Fachoberschule Wirtschaft/Verwaltung, für ihre musikalische Solodarbietung.

 

WLZ, Juli 2003

 

Berufliche Schulen in Korbach und Bad Arolsen entlassen Fachoberschüler

„Eintrittskarte" in neuen Lebensabschnitt

 

Bautechnik, Metalltechnik, Sozialwesen als Schwerpunkte: die erfolgreichen Absolventen der Fachoberschule. (Foto: pr)

KORBACH (r). „Heute erhalten Sie den Lohn für Ihre Arbeit in den letzten Jahren", sagte Schulleiter Werner Schmal bei der Entlassung der erfolgreichen Absolventen der Fachoberschule mit den Schwerpunkten Bautechnik, Metalltechnik und Sozialwesen. Bei der Feierstunde in den Beruflichen Schulen in Korbach dankte Schmal dem Lehrerkollegium für sein großes Engagement, aber ausdrücklich auch den anwesenden Eltern, die ihre Kinder auf diesem wichtigen Weg begleitet und unterstützt haben.

Fast ein wenig wehmütig mutete dann die Videopräsentation der gemeinsamen Klassenfahrt der Oberstufenschüler in die Toskana an, die vom Alexander Hallenberg vorbereitet worden war. Stimmig begleitete Dean Martins Evergreen „Volare" die Bilder vom Schiefen Turm in Pisa und von Dom in Florenz. Die diesjährige Abschlussrede hielt Studienrätin Gabriela Brönnecke-Klein. Es gelte nun, nach erster erbrachter Leistung, mit Bedacht die weitere Zukunft zu planen: „Es genügt nicht, zum Meer zu kommen, um Fische zu fangen. Man muss auch das Netz mitbringen." Gerade heute, in wirtschaftlich flauen Zeiten und bei hoher Arbeitslosigkeit, müssten sich die jungen Menschen Ziele setzen und sie konsequent verfolgen.
Stellvertretend für die einzelnen Abschlussklassen dankten Jasmin Ullrich (Fachoberschule Sozialwesen), Natalja Rübe und Daniel Schmitz (Fachoberschule Technik) ihren jeweiligen Lehrern und der Schulleitung. Sie erinnerten aber auch an den „steinigen Pfad" bis zum Abitur ebenso wie an manche angenehme Stunde, die sie miteinander verbracht hatten. Gleichzeitig widmeten sie sich gedanklich auch den ehemaligen Mitschülern, die den ersehnten Abschluss im ersten Anlauf nicht erzielt hatten.
Letzte Impressionen des vergangenen Schulalltags konnten die Gäste durch eine Powerpoint-Präsentation gewinnen, die die Berufsfachschule Informatik vorführte. Schulleiter und Klassenlehrer händigten dann die Zeugnisse aus. Als Jahrgangsbeste bestanden die Prüfungen Alexander Dodin (1,8) und Lukas Wozniak (1,8) (12FOT2), Julia Kurrek (1,0) und Claudia Vogel (1,6) (12 FO13) sowie Dirk Gernoth (1,5) und Jörn Deiter (1,8) (12 FOT1). Alle Absolventen im Überblick: Klasse 12FO13 (Klassenlehrer Herr Kayser): Tatjana Dobbek, Katharina Er-hardt, Melanie Gassmann, Katrin Gerhard, Marc Gernoth, Katharina Hampe, Jennifer Jahn, Irina Keller, Julia Kurreck, Sebastian Lohof, Paola Pamela Messina, Ina Nabrusko, Bettina Saure, Kim Schüttler, Justine Slusarek, Margarete Spengler, Jasmin Ulrich, Borai Vogel, Claudia Vogel, Lina Weny, Cathrin Wilke;
Klasse 12FOT1 (Klassenlehrerin Frau Tolle-Nelke): Garsten Backhaus, Daniel Backhaus, Daniel Brommana, Jörn Friedrich Deiter, Tobias Eigenbrod, Jo-nathan Gerhard, Dirk Gemoth, Alexander Hallenberg, Dennis Hohmann, Sebastian Klunker, Frank Kurpiers, Viktor Nazarenus, Mario Nordmeier, Stephan Oberthür, Florian Reitenbach, Daniel Schmitz, Sebastian Schmoll, Wjatsches-law Stroh, Patrick Thiel, Sebastian Thöne;
Klasse 12FOT2 (Klassenlehrerin Frau Brönnecke-Klein): Marcus Brand, Alexander Dodin, Andre Epp, Jens Kampkötter, Waldemar Peter, Christian Plutz, Natalja Rübe, Arkadius Schwert, Thorsten Seydel, Veronika Weiß, Lukas Wozniak.

 

WLZ, Juni 2003

 

KORBACHER BERUFSFACHSCHÜLERINNEN REFERIERTEN BEI EINEM ÖKOLOGISCHEN KONGRESS IN POLEN

 

Die Korbacher Jugendlichen mit ihren polnischen und tschechischen Altersgenossen und ihren Lehrern und Betreuern vor ihrer Unterkunft in Bad Kudowa

Korbach - Bad Kudowa. Gemeinsam mit einer Schülergruppe aus Tschechien verbrachte die Klasse 10 BFS der Beruflichen Schulen Korbach als Gäste einer beruflichen Schule in Kudowa Zdrój (Bad Kudowa) im Heuscheuergebirge an der polnisch-tschechischen Grenze.

Die Fahrt war vom Jugendbildungswerk des Landkreises durch Hartmut Simon und von Edgar Schneider von den Beruflichen Schulen im Rahmen des bestehenden Austauschprogramms (bisher mit Vysoke Mytho) organisiert worden.

Im Rahmen dieses Austausches nahm die Klasse am „3.Ökologischen Kongress“ der Stadt Kudowa teil. Da die Klasse sich bereits im Biologieunterricht mit dem Thema „Ökosystem Wald „ auseinandergesetzt hatte, waren die Schülerinnen und der Schüler für ihren Vortrag zum Thema“ Ökosystem - Der Baum der schweigende Freund des Menschen“ gut gewappnet.

Es entstand jedoch große Aufregung, als am Sonntagnacht nach zwölf Stunden Fahrt, der Gruppe von den Gastgebern eröffnet wurde, dass der große Auftritt im Theater der Stadt bereits am Dienstag statt Freitag stattfinden sollte.

Aber die Klasse meisterte diese Aufgabe mit Bravour und begeisterte nach einem arbeitsintensiven Montag die Gastgeber und geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft, sowie die angereisten tschechischen Schulleiter mit einem professionellen, unkonventionellen Vortrag. Besonders erfreulich war für die Gastgeber, dass die Schülerinnen Edith Slodczyk und Dariya Durynek aus Korbach, sowohl auf der Bühne, wie auch in den Gesprächen als Dolmetscher fungierten.

 

BSK, Juni 2003

 

Schüler aus Frankfurt zu Gast in den Beruflichen Schulen in Korbach

Fünfzehn angehende Restaurantfachleute aus der Bergius-Schule in Frankfurt informierten sich mit ihrem Klassenlehrer Herrn Luff im Lehrrestaurant der Beruflichen Schulen über den Tourismus in Korbach und über die Weiterbildungsmöglichkeiten in der Einjährigen Hotelfachschule.

 

Eine mehrtägige Abschlussreise führte Berufsschüler des dritten Ausbildungsjahres in das Waldecker Land. Dabei statteten sie der gastgewerblichen Abteilung der Beruflichen Schulen einen Besuch ab. Der Schulleiter, Herr Schmal, begrüßte die Gäste und zeigte ihnen die Lehrküche und das Lehrrestaurant. Um die Gäste zu bewirten, stellten Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen ihr Können unter Beweis. Zukünftige Hotelfachfrauen und Hotelfachmänner richteten das Lehrrestaurant her, deckten eine Blocktafel ein und servierten den Besuchern gegrillte Lachsschnitte mit Blattspinat und Gemüserisotto zum Mittagessen. Köche im dritten Ausbildungsjahr bereiteten mit ihrem Fachlehrer Herrn Drössler dieses wohlschmeckende Menü zu, das mit einer Dessertvariation mit Rhabarber endete.

 

Damit die Gäste aus Frankfurt einen Eindruck über Korbach erhielten, stellte Herr Günther von der Tourist-Information in einem Referat „Korbachs Goldene Seiten“ vor und beantwortete die Fragen der Gäste.

Anschließend verfolgten die Schüler gespannt die Präsentation der Studierenden der Einjährigen Fachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Als einzige Hotelfachschule in Hessen bietet unsere Schule jungen Menschen aus Hotellerie und Gastronomie die Möglichkeit, Weiterbildung und Beruf zu vereinbaren. Nach zwei Jahren Unterricht in Teilzeitform erhalten sie nach bestandenen Prüfungen den Titel „Staatlich geprüfte Gastronomin/Staatlich geprüfter Gastronom“ sowie die Ausbildereignung.

Die Gäste aus Frankfurt zeigten sich überrascht über die ihnen unbekannte Weiterbildungsmöglichkeit, sodass ein reger Informationsaustausch über Arbeiten und Wohnen im Waldecker Land folgte.
Die Kontakte zur Bergius-Schule knüpfte Fachlehrer Herr Plappert im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte.

 

BSK, Juni 2003

 

Einjährige Hotelfachschule informiert

In einer Informationsveranstaltung im Mai 2003 für die Abschlussklassen der gastronomischen Berufe wie Hotelfachleute, Restaurantfachleute, Köchinnen und Köche, Hotelkaufleute erklärten die Studierenden der Einjährigen Fachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Ausbildung zum staatlich geprüften Gastronom an den Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen.

Herr Schmal eröffnete die Veranstaltung und wies eindringlich auf die Bedeutung von Weiterbildung und Zusatzqualifikationen in der heutigen Zeit hin. Eine von den Studierenden selbst erstellte Präsentation stellte dar, wie Weiterbildung und Beruf in Teilzeitform zu vereinbaren sind. Montags und dienstags besuchen die Studierenden zwei Jahre lang den Unterricht, um sich für zeitgemäße Führungsaufgaben in mittleren Funktionsbereichen der Hotellerie und Gastronomie vorzubereiten und die Ausbildereignungsprüfung abzulegen. Sie werden von den Arbeitgebern durch passende Dienstpläne unterstützt.

Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten sie den Titel „Staatlich geprüfter Gastronom/Staatlich geprüfte Gastronomin“ und die Ausbildereignung. Ferner sind sie berechtigt, ohne Aufnahmeprüfung in den zweiten Ausbildungsabschnitt einer Zweijährigen Fachschule Betriebswirtschaft, Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe, einzutreten.

 

Daran folgte für Studierende und Schüler eine Betriebsbesichtigung im Kur- und Sporthotel Freund in Oberorke, wo sie sich das Hotel mit seinen Tagungsräumen anschauen, die Wellnesslandschaft mit verschiedenen Saunen betrachten und sich in den großen Außenanlagen mit Finnhorsegestüt, Reithalle und Tierwelt umsehen konnten.
Anschließend fuhren sie zum FreeLife Park Hochsauerland in Medebach. Hier konnten die Teilnehmer das 44 ha große autofreie Gelände mit den Ferienhäusern und auch die Hotelanlage in Augenschein nehmen, sich im Badeparadies umschauen und die verschiedenen Restaurants kennen lernen.
Nach Meinung der Schüler war es eine gelungene Veranstaltung mit vielen neuen Perspektiven für das weitere Berufsleben.

 

BSK, Mai 2003

 

Mehr Sicherheit für Schüler

Lackierraum für 60 000 Euro erneuert

 

Den neuen Lackierraum übergibt Landrat Helmut Eichenlaub den Schülern der Klasse 11 MA 21 / 22. Mit dabei Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel und Schulleiter Werner Schmal (rechts). (Foto:wk)

KORBACH (r). Ein neuer Lackierraum steht den Auszubildenden des Maler und Lackiererhandwerks an den Beruflichen Schulen in Korbach zur Verfügung. Landrat Helmut Eichenlaub übergab den Raum am Donnerstag seiner Bestimmung. Der alte Raum war aus Umweltschutzgründen nicht mehr zeitgemäß. Die Umgestaltung kostete 60000 Euro.

Die Schule hat die Lackier- und Spritzanlage komplett erneuern und eine Absaugung mit gleichzeitiger Frischluftzufuhr sowie eine Temperaturregelung einbauen lassen. Mit der Anschaffung von zwangsbelüfteten Arbeitstischen und Vollschutzmasken wurde zudem in die Sicherheit der Schüler kräftig investiert. Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel und der Schulleiter der Beruflichen Schulen, Werner Schmal, überzeugten sich von den Vorzügen des neuen Lackierraumes, den Fachlehrer Axel Hillenbrand vorstellte. Göbel begrüßte die neue Technik als zukunftsweisende und qualitätssichernde Anlage der Lehre. Neben den Auszubildenden des Maler- und Lackiererhandwerks nutzen auch Schreiner sowie die Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres und des Berufsgrundbildungsjahres den Raum.

WLZ, Mai 2003

 

 

Marketing-Projekt der Hotelfachschule

KORBACH (ros). 21 Hotelfachfrauen und ein Hotelfachmann im zweiten Lehrjahr probten die Praxis. Im Rahmen des Marketingunterrichts unter Leitung von Fachlehrerin Maria Thedering haben sie ein Projekt in Kooperation mit dem Hotel Touric durchgeführt. Dabei galt es, für die Silvesterfeier 2002 Werbemaßnahmen zu planen und umzusetzen.

 

Marketing-Fachlehrerin Maria Thedering stellt ihren Schülerinnen Eckpunkte des Projekts im Hotel Touric vor (Foto:ros)

 

Bei einer Betriebsbesichtigung lernten die Schüler/innen zunächst im September das Hotel und die Rahmenbedingungen kennen, ehe sie in den darauf folgenden Wochen das Werbekonzept entwarfen. Plakat, Flyer, Anzeige bis hin zur Eintrittskarte - die Auszubildenen entwarfen selbst die Werbemittel.

Die Klasse druckte die Plakate in Korbach und verteilte sie. Anschließend wurde die Anzeige in Auftrag gegeben und die Flyer im Hotel ausgelegt. „Die Werbeaktion war ein großer Erfolg", so Berufsschulsprecherin Christiane Becker-Ette, die sich zusammen mit Hotelinhaberin Mechthild Weis über starke Resonanz freute.

Bei der Präsentation ihrer Werbeaktion Ende Februar würdigten die Schüler den hohen Stellenwert der Aktion 'für ihre Ausbildung. Lehrerin Maria Thedering: „Besonders der reale Bezug zum beruflichen Alltag und das eigenverantwortliche Handeln während des Projekts machen das Besondere dieses Unterrichts aus."

 

Korbacher Bote, März 2003

 

Eine Trilogie von Lachs war der Anfang

Kulinarischer Abend der Hotelfachschule Korbach

 

Unser Bild zeigt den Fachlehrer Bernd Plappert (links) mit den Schülern Sascha Jablonski, Oliver Skoluda und Sebastian Goldmann mit der angerichteten Vorspeise. (FOTO: SPOHR)

 

Eine Trilogie von asiatisch gebeitztem Lachs an Ingwer-Rettich-Salat: Das war die Vorspeise, die 60 Gäste beim kulinarischen Abend der Berufsschule Korbach genießen konnten. Unter dem Motto Asien zeigte die Hotelfachschule ihr Können. Als Hauptspeise servierte das Küchenteam eine teegräucherte Entenbrust, als Dessert gab es ein Parfait vom Zitronengras. Seit Oktober planten die Schüler aus verschiedenen Klassen der Berufsschule den Abend. Sie entwarfen die Dekoration, luden die Gäste ein, warben Sponsoren und entwarfen das Menü. Neben den Schülern der Hotelfachschule halfen eine Kochklasse und eine Klasse des Berufsfeldes Soziales bei der Organisation des Abends. Da zu einem asiatischem Abend auch der Genuss von Tee gehört, luden die Schüler den Teefachberater Andreas Lipkow-Winkelhöfer ein, der über das Thema informierte. Dazu konnten die Gäste drei Teesorten probieren. (SPX)

 

HNA, März 2003

 

Einfach fragen: Hilfe im Internet

Religionskurs der Fachoberschule hat Webseite mit Adressen eingerichtet

 

Recherche im Telefonbuch: Garsten Backhaus, Kim Schüttler und Alexander Hallenberg (v. I.) haben mit ihrem Religionskurs an der Fachoberschule in Korbach eine Internetseite mit Adressen von Einrichtungen gestaltet, bei denen Menschen Hilfe finden. FOTO: BERGER

KORBACH. Hilfe - wer bietet sie an? Und für welches Problem? Antworten auf diese Fragen hat der Religionskurs der Fachoberschule in Korbach gesucht. Das Ergebnis: Eine Seite im Internet mit zurzeit 306 Adressen und Telefonnummern, unter www.websuche-korbach.de, Unterpunkt „Einfach fragen! - Antworten finden".

Wer hilft bei Angstzuständen? Wo kann für einen pflegebedürftigen Menschen Essen auf Rädern bestellt werden? Unter welcher Nummer ist die Telefonseelsorge zu erreichen? Welche Selbsthilfegruppen gibt es im Landkreis? Informationen zu solchen Fragen gibt es auf der Internetseite - von A wie Alleinerziehende Elternteile bis Z wie Zöliakie, einer Krankheit, bei der bestimmte Getreidearten nicht gegessen werden dürfen.

Dort sind Telefonnummern, Adressen, Öffnungszeiten, Angebote, Kosten und Wegbeschreibungen aufgelistet. Außerdem können von einigen Dienststellen Formulare heruntergeladen werden.
Dass die Internetseite im Religionsunterricht eingerichtet worden ist und nicht in der Informatikstunde, sei kein Widerspruch, meint Lehrer Dieter Schmitz. Denn eine solche Hilfe anzubieten sei soziales Engagement. Der Computer sei dabei nur ein Hilfsmittel. Das habe nicht jeder verstanden. Schüler und Lehrer hätten Zustimmung, aber auch Ablehnung erlebt. „Oft fehlte das Verständnis, dass Computer und ihre Anwendung lebendiger Bestandteil des Religions-Unterrichts sein können", meint Schmitz.

Ein Jahr lang haben zehn Schüler in Telefonbüchern, im Internet und in Broschüren recherchiert. Alexander Hallenberg hat die Internetseite eingerichtet und dort die Daten gesammelt. Neben dem sozialen Aspekt hat dieses Engagement noch einen weiteren Anreiz: Mit der Internetseite beteiligen sich die Schüler an dem Informatik-Wettbewerb des Landkreises. Der wird vermutlich noch vor den Sommerferien den Sieger ermitteln.

Zu finden ist die Seite auf der Homepage von Volker Scharfe. Dort durfte die Religionsgruppe kostenlos ihre Seite eröffnen. Dienstleister und Einrichtungen, die noch in die Liste aufgenommen werden wollen oder deren Daten falsch aufgenommen worden sind, können sich per E-Mail an die Gruppe wenden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

• Hilfsliste im Internet: www.websuche-korbach.de , Unterpunkt „Einfach fragen! - Antworten finden" . (ABG)

 

HNA, im März 2003

 

Schulklima ohne Gewalt schaffen

Gewaltprävention war das Thema des Pädagogischen Tages der Beruflichen Schulen

 

Pädagogischer Tag: In Arbeitsgruppen informierten sich die Lehrer der Beruflichen Schulen über Gewaltprävention. FOTO: NH

KORBACH. Über das Thema Gewaltprävention informierten sich 120 Lehrerinnen und Lehrer der Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen während eines pädagogischen Tages. Auch Beamte der Korbacher Polizei, der Leiter des Korbacher Ordnungsamtes, Heinz-Willi Müller, Gerd Rinnisland vom Korbacher Amtsgericht und Streetworker Alexander Sessler arbeiteten mit.

Ein Schulklima ohne Gewalt zu schaffen, haben sich die Beruflichen Schulen zum Ziel gesetzt. Der Pädagogische Tag war ein Schritt zur Förderung des gewaltfreien Zusammenlebens in der Schule. Schulleiter Werner Schmal wies darauf hin, dass Gewaltprävention ein wichtiges Thema sei. Alfred Hau, Polizist beim Polizeipräsidium Oberhessen, hielt ein Referat zum Thema „Schule machen ohne Gewalt" (SMOG). Hau schilderte, dass die Schule der zentrale Bereich sei, aus dem Kinder und Jugendliche sich nicht heraushalten könnten, sondern wo sie den Großteil ihrer Zeit verbringen müssten.

Zwar sei ein Rückgang der Kriminalfälle in den vergangenen Jahren zu verzeichnen, aber es habe eine Verdoppelung der Straftaten von Kindern und Jugendlichen von 1995 bis 2000 gegeben. Gleichzeitig habe sich das Konfliktausleben verändert: Einfache Straftaten eskalierten zu schwerwiegenden Delikten wie schwerer Körperverletzung, Raub und Erpressung. Hier sei eine zunehmende Hilflosigkeit aller Beteiligten sowie ein hohes Angstpotenzial der Jugendlichen festzustellen.

Vor diesem Hintergrund schilderte Hau das Projekt SMOG. Dessen Ziel ist es, gemeinsam mit Sportvereinen, Kirchen, Betrieben, Behörden und Polizei neue Wege zu gehen. So soll ein zeitnahes Reagieren aller beteiligten Partner in Konfliktfällen ermöglicht werden und die Schaffung eines Problembewusstseins bei Eltern. Es seien Vereinbarungen zu treffen, die von allen Beteiligten mit getragen würden. Das Projekt bietet unter anderem Schulungs- und Informationsangebote für Lehrer sowie Unterrichtsprojekte für Schulen an.

 

Im Anschluss wurden Arbeitsgruppen gebildet. In der Arbeitsgruppe „Erfolgreich durch Konflikte" wurden Lösungsansätze für Alltagskonflikte in der Schule erprobt. Erlebnispädagogische Konzepte mit praktischen Übungen in Verbindung mit dem Lions Quest Programm „Erwachsen werden" konnten in einer weiteren Arbeitsgruppe kennen gelernt werden. Der Frage „Wie erkenne ich Opfer?" ging eine andere Arbeitsgruppe nach.

Die soziale Situation von Aussiedlern stand im Zentrum der Betrachtung einer weiteren Arbeitsgruppe. Eine praxisnahe Arbeitsgruppe beschäftigte sich physisch und psychisch mit der Möglichkeit, Taekwondo als Lernträger sozialer Kompetenzen einzusetzen. Über die Ursachen und Hintergründe der Jugendkriminalität und den juristischen Umgang mit straffälligen Jugendlichen wurde in einer anderen Gruppe geredet.

Die Herangehensweise an das Thema Gewaltprävention und die Kooperation mit qualifizierten Moderatoren der Arbeitsgruppen bestätigten den Netzwerkgedanken als einen wichtigen Schritt zur Verhinderung von Gewalt.  Auf einem gemeinsamen Marktplatz der Möglichkeiten dokumentierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse. (NH)

 

HNA, März 2003

 

Mehr Marktwirtschaft in Schulen

Förderverein der Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen - Vortragsveranstaltung

 

Bildung geht alle etwas an: Zahlreiche Lehrer, Ausbilder und Institutionsvertreter waren der Einladung des Fördervereins der
Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen zu dem Vortrag über die Zukunft des Berufsschulwesens gefolgt. (Foto: kdl)

KORBACH (kdl). Schulleiter, die als Geschäftsführer eine öffentliche Anstalt oder GmbH leiten, Lehrer, die nach Leistung vergütet werden, Schüler, die für zusätzlichen Unterricht Gebühren zahlen: Geht es nach Dr. Heinrich Berthold, Abteilungsleiter im hessischen Kultusministerium, so wird dies spätestens im Jahr 2012 Wirklichkeit sein.

Der ehemalige Korbacher Berufsschullehrer hat eine Vision: die einer weitgehend selbstverantwortlichen Schule mit einem gemeinsamen Budget von Land und Landkreis und gemeinsamer Leistungsüberprüfung von Betrieben und Schulen - nicht Noten, sondern erlernte Fähigkeiten sollen am Ende der Ausbildung entscheidend sein. Die Anforderungen an die Beruflichen Schulen müssten trotz knapper werdender öffentlicher Mittel steigen, Lehrer in Zukunft Rechenschaft über ihre Arbeit ablegen. In anderen Ländern - England, Dänemark oder Kanada - gäbe es dies längst.

„Es ist das erste Mal, dass ein Abteilungsleiter des Kultusministeriums die Beruflichen Schulen besucht", freute sich Schulleiter Werner Schmal. Zahlreiche Gäste, unter ihnen Lehrer, Ausbilder, Vertreter des Handwerks, Freie Bildungsträger und des Arbeitsamts, waren der Einladung des Fördervereins der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen in das Lehrrestaurant gefolgt.

In Zeiten von PISA, hoher Jugendarbeitslosigkeit, leeren öffentlichen Kassen und mangelnden Fachkräften stieß das Thema des Vertrags - „Rolle und Bedeutung der Beruflichen Schulen als Kompetenzzentren für die Zukunft des regionalen Wirtschaftsraumes" - auf vielfaches Interesse.

Ein „Hauch von Nostalgie" habe ihn auf dem Weg nach Korbach und beim Gang durch das Schulgebäude an der Kasseler Straße erfasst - acht Jahre lang war Berthold hier selbst Lehrer.

 

Mehr Zusammenarbeit

Auch 20 Jahre nach seinem Abschied als Pädagoge in Waldeck-Frankenberg und drei Jahren in Wiesbaden ist sich der Bad Wildunger seiner Wurzeln dennoch bewusst: Spricht er von den Beruflichen Schulen in Waldeck-Frankenberg, so redet er vom „Wir".

Überhaupt setzt der Vordenker von Kultusministerin Karin Wolff auf Gemeinschaft - weg vom Kirchturmdenken, weg von Konkurrenzgefühlen zwischen Lehrern lind Ausbildern, staatlichen und privaten Bildungsträgern, hin zu einem „Wir": Ausbildungsbetriebe, Berufliche Schulen, Freie Bildungsträger, Volkshochschulen, Universitäten und überbetriebliche Ausbildungsstätten müssten stärker als bisher zusammenarbeiten, Praxis und Theorie durch gemeinsame Lehrgänge oder Praktika enger miteinander verzahnt werden. „Es geht doch um die Auszubildenden."

 

Mehr Selbstverantwortung

Ein Patentrezept für die Beruflichen Schulen in Korbach hatte er nicht parat. „Wir setzen sehr auf Deregulierung", sagt Berthold und meint damit das Kultusministerium. Das Land setze die Rahmenbedingungen fest, „und jede Schule muss sehen, was sie daraus macht. Schulen sollen von Jahr zu Jahr mehr Selbstverantwortung erhalten. Das bisherige System mit zentralen Vorgaben habe nicht den erwünschten Erfolg gebracht.

Berthold denkt weiter, weltweit. Der Wettbewerb zwischen den Regionen innerhalb der EU wird sich verschärfen, prognostiziert der Ministerialdirigent.

Um in dem Wettbewerb bestehen zu können, sei es für die regionalen Wirtschaftsräume wichtig, über genügend Fachkräfte zu verfügen. „Hier haben wir unserer Stärken." Waldeck-Frankenberg könne mit dem Fremdenverkehr wuchern. „Wir müssen besser sein als anderer Regionen."

Um den Bestand der Beruflichen Schulen mache er sich keine Sorgen. Die besondere Schwierigkeit liege jedoch in den geringen Schülerzahlen und den relativ ungünstigen Verkehrsverbindungen. Dies erschwere es, ein ortsnahes Berufsschulangebot zu machen.

Wollen die Beruflichen Schulen zu Kompetenzzentren für die Zukunft des Wirtschaftsraumes Waldeck-Frankenberg werden, so müssten sie sich auf spezielle Angebote konzentrieren. „Wenn wir nicht konzentrieren, können wir auch keine Qualität anbieten."

Die den Schulen zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel werden in Zukunft nicht mehr, sondern eher weniger. Um trotzdem bestehen und ein attraktives Angebot vorhalten zu können, muss jede Berufliche Schule ein eigenes Profil herausbilden, mit dem es für Schüler werben kann.

Ein Profil für die Berufsschule in Korbach hat der promovierte Agrar- und Politikpädagoge schon vor Augen: das Hotel- und Gaststättengewerbe. Der Weg dorthin führe über Lehrerfortbildungen und weitere Spezialisierung durch Fachkräfte aus der Wirtschaft.

In der auf Hotel- und Gaststättengewerbe ausgerichteten Beruflichen Schule Korbach-Bad Arolsen könnte dann eine Landesfachklasse für alle hessischen Berufsschüler gebildet werden. Ein Beispiel: die in Frankenberg bestehende Landesfachklasse für Vor- und Entsorger.

 

Ständiges Fortbilden

Längst sei es nicht mehr so, dass das Wissen, das sich ein Auszubildender in der Berufsschule aneigne, für ein Arbeitsleben ausreiche. Das Tempo - zurzeit sind es fünf Jahre - werde von der Wirtschaft diktiert und immer schneller.

Die Folge: Ständiges Fortbilden wird immer wichtiger. Um den immer höher werdenden Wissensanforderungen gerecht zu werden, müssten Ausbilder und Lehrer gemeinsame Fortbildungen belegen, Berufsschulen Zusatzqualifikationen anbieten, stärker mit Betrieben zusammenarbeiten und beispielsweise gemeinsame Lehrgänge anbieten. In den Beruflichen Schulen Korbach und der Continental AG wird dies beispielsweise schon umgesetzt.

Um in Zeiten knapper öffentlicher Mittel Kosten zu sparen, plädiert Berthold für mehr Kooperation: Nachmittags leer stehende Schulräume, Computer, Hausmeister oder Kursleiter könnten beispielsweise von der Industrie- und Handelskammer mit genutzt werden.

„Sie sprechen uns aus dem Herzen", sagte ein Zuhörer am Ende des Vortrags. Für vieles gebe es jedoch rechtliche Probleme. „Wenn die beseitigt werden, sind wir in Pension."

 

WLZ, März 2003

 

Fachschule für Wirtschaft: Zeugnisse für 14 Betriebswirte

Neben Beruf die Schulbank gedrückt

 

Die erfolgreichen Absolventen der Fachschule für Wirtschaft in Korbach.

KORBACH (r). 14 Studierende der Fachschule für Wirtschaft haben erfolgreich ihre Prüfung abgelegt. Nach dreijähriger Doppelbelastung in Schule und Beruf sind sie nun staatlich geprüfte Betriebswirte.

In einer Feierstunde würdigte der Leiter der Beruflichen Schulen, Werner Schmal, das Engagement und die hohe Belastbarkeit der Absolventen. Er gratulierte folgenden neuen Betriebswirten: Mike Blechschmidt, Michael Boos, Bernd Fietkau, Andrea Fröhling, Stefan Köster, Michael Marpe, Katharina Marpoder, Stefanie Maurer, Monika Pohlmann, Sylvi Rohn, Marita Saure, Rainer Schlensok, Elke Schnalz und Stefanie Stanke.

Die Fachschule für Wirtschaft [mehr...] bietet Arbeitnehmern und Selbständigen eine praxisnahe Weiterbildung, die Anstellungen auf der mittleren Führungsebene ermöglicht. Sie richtet sich an Mitarbeiter aus Handel und Dienstleistung, die nach erfolgreichem Abschluss die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte(r) Betriebswirt/-in mit Schwerpunkt Unternehmensführung" führen dürfen. Schwerpunkte des Unterrichts sind die Bereiche Personalführung, Management, Marketing und Controlling.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Fachschule ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Ausbildung erfolgt neben dem Beruf am Montag- und Mittwochabend sowie am Samstagvormittag. Den Unterricht übernehmen Lehrer, die über Erfahrungen in Führungspositionen der freien Wirtschaft sowie über eine langjährige pädagogische Praxis im kaufmännischen Unterricht verfügen.

Die Schüler haben auch die Möglichkeit, die Ausbildereignungsprüfung abzulegen und die Fachhochschulreife zu erwerben. Die dreijährige Ausbildung sowie sämtliche Zusatzqualifikationen sind kostenlos. Ein neuer Lehrgang mit 28 Studierenden hat am 12. Februar begonnen.

 

WLZ, Februar 2003

 

4. Sportaktionstage der Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen

Gemeinsam gestalten - gemeinsam gewinnen

 

Gemeinschaftswerk: Die Jugendlichen des „BGJ Holz" (hinten) [BGJ Holztechnik]übergaben der Korbacher Berufsschule diese Torwand, die sich genau an die Vorgaben des ZDF-Sportstudios hält. (Foto: mab)

KORBACH (mab). „Wie groß muss eine Torwand sein, wie hoch geht der Puls und was tue ich gegen Haltungsschäden?" Diese Fragen stellten sich den Jugendlichen der beruflichen Vollzeitklassen bei den 4. Sportaktionstagen in Korbach. Die spannungsgeladenen Turniere im Fuß- und Basketball, Tischtennis, Volleyball sowie Badminton bestritten gut 300 Schüler, die sich zugleich mit ihren Projekten an der Sportwoche beteiligten.

„Also, die Löcher der Torwand messen ganz genau 55 Zentimeter", sagt Wolfgang Habicht, der die Wand mit seiner Klasse in tagelanger Arbeit baute und anschließend der Schule vermachte. Doch die Schüler wollten sich genau an das Fernsehvorbild halten, so dass der 38-jährige Pädagoge wegen der „offiziellen Maße" eigens eine Anfrage beim ZDF stellte. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und kam zum Abschluss der viertägigen Turnierserie gleich zu seinem ersten Einsatz.

Dieses Beispiel zeigt bereits, dass es bei den Sportaktionstagen nicht nur darum geht, die Berufsschüler zum Schwitzen zu bringen. „Spezialisierte Höchstleistung kann nur in den Vereinen gefördert werden. Wir zielen hingegen auf die allgemeine Fitness und wollen zugleich die Leistungsbereitschaft der Schüler anregen. Natürlich kommt dabei auch der soziale Faktor zur Geltung", sagt Peter Trietsch, der zusammen mit seinen Kollegen viel Freizeit für die fünf Schülerturniere aufbrachte.

Mit Erfolg. Die Idee, die Schüler von Anfang an in das Projekt einzubinden, hat sich bewährt. „Wir wollten den Schulsport lebendiger gestalten. Und ich glaube, das ist uns auch gelungen", war sich Organisator Trietsch sicher. Die volle Halle in seinem Rücken und die gute Stimmung der Schüler sollten ihm Recht geben.

Sehenswertes bot sich aber nicht nur auf dem Spielfeld. Krankengymnast Mieslinger referierte im Fitnessraum über Haltungsschäden, die Schüler des Berufsgrundschuljahres Ernährung sorgten für ein gesundes und herzhaftes Frühstück, während die Berufsfachschule Gesundheit zum „Großeinsatz" ausrückte: „Wir haben bei knapp hundert Schülern den Puls gemessen. Abgesehen von ein paar Ausreißern war aber alles im grünen Bereich", attestierten die 17-jährigen Katharina Krum und Katharina Ritter.

Vielleicht sorgte der deutliche 3:0-Final-sieg der Fußballer aus der 11. Klasse der Berufsfachschule Technik über die Informatiker dafür, den Puls der Zuschauer zu senken. Beim Volleyball hatten zuvor die Informatiker die Nase vorn, während das Team BFKG den Mixed-Wettbewerb gewann. Ingo Canisius belegte beim Tischtennis den ersten Rang. Ihm folgten Rudolf Richter und Sergan Kaplan auf den Plätzen. Die Badminton-Konkurrenz entschied Martin Kares bei den Jungen und Gina Soyes bei den Mädchen für sich. Eugen Stroh, Lukas Kowalski, Melanie Schnitzer und Claudia Hennig vervollständigten das Siegerpodest. Beim Basketball-Turnier traf das Team BFT1 am besten.

„Es war insgesamt eine schöne Abwechslung. Mal was anderes. Ich selbst habe am Volleyball- und am Fußballturnier teilgenommen und kann sagen, dass es auch ganz gut organisiert war", resümierte Berufsfachschüler Marco Vesper das sportliche Treiben.

 

WLZ, Januar 2003

 

Abschlussprüfung in der Gastronomie

Test für Kreativität und Können

 

Unter den Augen von Ausbilder Matthias Andree und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Günther Kesper, zeigte die Prüfungsbeste Brigitte Heinrichs, wie man flambiert. Bei den Köchen kreierte Andre Rensing von der Beschäftigungsgesellschaft aus dem Warenkorb mit verschiedenen Zutaten das beste Menü.

KORBACH (pl). Die Abschlussprüfungen für Auszubildende in den verschiedenen Gastronomieberufen wurden am Donnerstag in der Berufsschule Korbach abgenommen. Während die angehenden Köche ein mehrgängiges Menü zubereiten mussten, hieß es für die Restaurant- und Hotelfachleute Tische eindecken und flambieren.

Die zehn Hotelfachleute, acht Frauen und zwei Männer, sowie drei Restaurantfachfrauen sollten in der praktischen Prüfung beweisen, dass sie den Anforderungen in einem Gastronomiebetrieb gewachsen sind. In einem Geschäftsbrief mussten sie ein Angebot für eine Tagung in einem Romantikhotel einem fiktiven Kunden unterbreiten.

Dazu gehörte nicht nur ein viergängiges Menü, sondern auch die Bereitstellung von heute üblicher Tagungstechnik wie „Flipchart" und Projektor. Als Zusatzaufgabe mussten die 13 Prüflinge eine Überweisung an einen Weinhandel ausfüllen.

Anschließend galt es, je nach Ausbildungsgang den Tisch für ein vier- oder fünfgängiges Menü samt Getränken einzudecken. Am Flambiertisch mussten die jungen Gastronomen ihr Können bei der Zubereitung eines Desserts mit flambierten Pfirsichen beweisen. Tagesbeste bei den Restaurantfachfrauen wurde Brigitte Heinrichs, beste Hotelfachfrau Karina Rabe.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Günther Kesper, zeigte sich vor allem von der Leistungsbereitschaft der Auszubildenden beeindruckt, die eine vorgezogene Prüfung ablegten. „Wer so leistungsbereit ist, bekommt auch eine Stelle", sagte Kesper. Einige der Auszubildenden hätten bereits Arbeitsverträge in der Tasche.

 

Gute Aussichten - Ähnlich gut sind die beruflichen Perspektiven für Köche. Sie hatten am Donnerstagvormittag vier Stunden Zeit, um aus einem Warenkorb mit verschiedenen Zutaten ein Menü mit mehreren Gängen zuzubereiten. Der eigenen Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Wildschweinrücken, Muscheln, Steckrüben, Kartoffeln, Wildreis, Feigen, Portwein und verschiedene Gewürze standen den neun Prüflingen zur Auswahl.

Nicht nur Einfallsreichtum, sondern auch der optische und geschmackliche

Eindruck wurden vom Prüfungsaus-schuss mit dem Vorsitzenden Walter Saure bewertet. Die beste Prüfung des Tages legte Andre Rensing ab.

Die Köche-Prüfung bestanden haben Wolfgang Winter (Sauerland Stern, Willingen), Ilona Grübner, Alexander Klein, Andre Rensing, Nelli Schmoll (alle Beschäftigungsgesellschaft), Lars Rummel (Sauerländer Hof, Willingen), Andreas Botschner (Sauerlandtreff Us-seln) und Luise Martin (Kurhotel Hochsauerland 2010, Willingen).

Bei den Restaurantfachleuten legten Maria Bryksin und Brigitte Heinrichs (Beschäftigungsgesellschaft) sowie als Fachkraft im Gastgewerbe Tatjana Boldt die Prüfung erfolgreich ab. Im Hotelfach haben bestanden: Karina Rabe (Ramada-Treff, Usseln), Eleonore Kaiser, Steffen Klaus, Heike Lang, Sonja Schwienbacher, Christian Wagner und Nicole Winkler (Sauerland Stern, Willingen) sowie Yvonne Noack (Fürst von Waldeck, Wülingen), Eva Nolte (Haus Friederike, Willingen) und Annette Brachmann. Stephanie Nix (Göbels Landhotel, Willingen) und Nadine Busse (Maritim, Bad Wildungen) legten die Prüfung zur Hotelkauffrau ab.

 

WLZ, Januar 2003

 

„Sucht gleicht einem Gefängnis.“

Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema Drogenprävention

„Ab wann ist man süchtig?“ Diese Fragestellung stand im Zentrum eines weiteren Vortragsabends, der vom Förderverein der Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen initiiert worden war. In eindrucksvoller Weise schilderten der Korbacher Mediziner Dr. Bernardo Fritzsche und ein ehemaliger Drogensüchtiger den Weg von der Unabhängigkeit zum Konsumzwang und von der schädlichen Gewohnheit zur Sucht.

Der Abend begann ebenso anschaulich wie erschreckend damit, dass der dreißigjährige Familienvater und ehemals Drogenabhängige seine persönliche „Drogenkarriere“ schilderte. Der erste Kontakt mit Alkohol und Nikotin im Elternhaus, dann mit 15 Jahren Haschisch, später Amphetamine und zuletzt Heroin führten über den finanziellen Ruin und die damit verbundene Beschaffungskriminalität schnurstracks in die Abhängigkeit, dann ins Gefängnis und nach mehreren Auf- und Ab-Situationen in eine erste Therapie. Glaubte er zunächst noch „Das kriegst’e schon alles wieder hin.“, so stellte sich doch später die Erkenntnis ein, dass das Leben so nicht weiter gehen könne, aber da war es im Prinzip schon zu spät. Nach verschiedenen Rückfällen und erneuten Therapien landete der junge Mann schließlich bei Dr. Fritzsche in der Substitutionstherapie, dabei werden Drogen durch Methadon ersetzt, ohne Rauschzustände zu erzeugen. Er selbst glaubt nun, dass diese Therapie und der Halt der Familie es ihm ermöglichen, sein Leben zukünftig zu meistern. Dennoch äußert er ungeschminkt die Vermutung, dass er mit Rückfällen wohl leben müsse. Der äußerst mutig und offen dargestellte Lebensweg des Süchtigen zeigt zudem, dass auch typische Bedürfnisse Jugendlicher wie „Cool zu sein“ gepaart mit einem schwachen Selbstwertgefühl dazu beitragen können, sie in das innere Gefängnis der Abhängigkeit abgleiten zu lassen.

 

Dazu jedoch klärt Dr. Fritzsche auf: „Der Süchtige wird Opfer seiner Scheinfreiheit.“ Er erläutert aus medizinischer Sicht einerseits Risikofaktoren wie Angst, Unsicherheit sowie Sucht der Eltern und andererseits rechtzeitige Behandlungsmöglichkeiten wie Information, Stärkung des Selbstbewusstseins usw. Stimmig ist der Vergleich der Sucht mit einer Erkältung, die ebenfalls viele Gesichter hat, d.h. unterschiedliche Formen und Schweregrade aufweisen kann. Betroffen machen auch die Ausführungen des Arztes über stoffgebundene (Alkohol, Drogen, Medikamente u.a.) aber auch stoffungebundene Abhängigkeiten, wie Spielsucht, Eifersucht, Fernsehsucht, Einkaufssucht u.a. sowie die Bewusstmachung der Gewinner und Verlierer im Zusammenhang mit Süchten. Als typische Charakteristika einer Sucht beschreibt Dr. Fritzsche den überwältigenden Zwang, den betroffenen Stoff weiter einzunehmen und ihn sich zu verschaffen, die Tendenz die Dosis zu steigern, psychische und auch physische Abhängigkeit und eine Gefahr für das Individuum selbst und die Gesellschaft. Dennoch, so der Mediziner, kann man Sucht nicht unbedingt über die Menge festmachen, sondern eher darüber, dass man den Stoff braucht, um etwas zu erreichen.

Generell sollte die Zauberklausel „ich will“ jedes individuelle Handeln bestimmen, um wahre Freiheit - im Gegensatz zur süchtigen Scheinfreiheit - und persönliche Weiterentwicklung zu erreichen

Als Empfehlung für Erziehende, Ausbilder und Lehrer rät Dr. Fritzsche: „Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert.“ Diese Schätze gälte es zu enthüllen, sodass die Menschheit einen Nutzen daraus ziehen könne.

 

Die dem Vortrag folgende angeregte Diskussion mit dem Publikum behandelte eine große Bandbreite an Fragen rund um das Thema, wie z.B. „Wie kommt man hier überhaupt an Drogen?“, „Was kann Schule, was können Lehrer tun?“, „Ist Haschisch wirklich eine Droge?“ oder „Wie kann unsere Gesellschaft Jugendliche schützen?“ Auch Fragen der Arbeitssicherheit und des Umgangs mit Alkoholkranken im Betrieb wurden thematisiert.

Zusammenfassend war die Verbindung von Theorie und praktischer Erfahrung für alle Zuhörer wohl gleichermaßen informativ wie bewegend. Einigkeit bestand dahingehend, dass Prävention in der Weise betrieben werden muss, dass das Selbstwertgefühl des Einzelnen gesteigert wird, Talente gefördert werden müssen und eine insgesamt positive Grundhaltung vermittelt wird.

 

Januar 2003

 

EU-Austauschprogramm

Stefanie Engelbracht aus Willingen hat fünf Monate in einer norwegischen Schreinerei gearbeitet

 

Von Juli bis Dezember hat die junge Upländerin ihre Tischlerausbildung in der Schreinerei Behlen in Welleringhausen unterbrochen und im Rahmen eines EU-Austauschprogramms in einem norwegischen Betrieb gearbeitet. Seit Weihnachten ist sie wieder im Lande. Die Erinnerung an fünf unvergessliche Monate im Land der Fjorde ist noch ganz frisch.

 

Stefanie Engelbracht stammt aus Willingen. Ein Ferienpraktikum in der Schreinerei Behlen bestärkte sie in ihrem beruflichen Wunsch. Nach dem Abitur, das sie im Jahr 2000 an der Uplandschule bestand, absolvierte sie zunächst das Berufsgrundbildungsjahr [BGJ Holztechnik]. Sie lernte Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes kennen und begreifen: traditionelle Schreinerarbeit, gepaart mit theoretischem Unterricht. So waren schon erste Grundlagen vorhanden, als sie ein Jahr später ihre Ausbildung in dem Welleringhäuser Familienunternehmen antrat. Dass eine junge Frau das Tischlerhandwerk erlernt, ist auch im 21. Jahrhundert noch relativ selten. In ihrer Berufsschulklasse hat sie ausschließlich männliche Mitschüler, wird aber hier ebenso wie von den Kollegen in der Firma ohne Wenn und Aber akzeptiert. Sie möchte später auf der Tischlerlehre, die im kommenden Sommer zu Ende geht, beruflich weiter aufbauen, vielleicht ein Studium anschließen, eventuell im Bereich Planung und Konstruktion tätig werden.

 

Die meisten Auszubildenden, die mutig genug sind, an einem Austauschprogramm teilzunehmen, ziehen einen relativ kurzen Auslandsaufenthalt vor. Die Kreishandwerkerschaft hat in den letzten fünf Jahren rund 60 jungen Leuten dazu verhelfen, ein paar Wochen oder Monate in einen ausländischen Betrieb hineinzuschnuppern. Die Abteilungsleiterin des Berufsbildungszentrums und Berufsförderungswerks, Ursula Müller, berichtet von guten Kontakten nach Finnland, Frankreich und den Niederlanden. Doch diese Länder lockten Stefanie Engelbracht weniger. Norwegen sollte es sein, wo sie sich als Schülerin und erfolgreiche Skilangläuferin schon mehrfach im Trainingslager auf die Wintersaison vorbereitet hat; Norwegen, das Land, in dem Holzverarbeitung Tradition hat und in dem funktionelles, skandinavisches Design zu Hause ist. Außerdem wollte Stefanie gern die Sprache lernen. Mit einigen Wochen war es also nicht getan.

Es lief alles viel einfacher und unbürokratischer, als die 22-Jährige erwartet hatte. Tischlermeister Friedrich Behlen legte seiner engagierten, jungen Mitarbeiterin keine Steine in den Weg. Die Schulleitung stand dem Vorhaben ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. Und Ursula Müller von der Kreishandwerkerschaft stellte die notwendigen Kontakte her. Der Weg war frei: Mit Auto und Fähre startete Stefanie Ende Juli zu einem in jeder Beziehung positiven Erlebnis...
... Stefanie Engelbracht: „Ich kann nur jedem empfehlen, mal für ein paar Monate in einem ausländischen Betrieb zu arbeiten."

Informationen über Austauschprogramme für Auszubildende gibt Ursula Müller von der Kreishandwerkerschaft, Telefon 05631/972816.

 

Auszug aus Presseartikel der WLZ, Januar 2003

 

Starthilfe für berufliches Gymnasium

VÖHL-OBERORKE (höh). Mit 1000 Euro als Starthilfe unterstützen die Wirtschaftsjunioren Waldeck-Frankenberg den neuen Ausbildungszweig „berufliches Gymnasium" an den Beruflichen Schulen in Korbach.

Die neue Kreissprecherin Britta Trompeter (rechts) und „Past-Sprecher" Wolfram Klawe (links) überreichten den symbolischen Scheck in der Hauptversammlung im Hotel Freund an Schulleiter Werner Schmal (Mitte). Das berufliche Gymnasium eröffnet besonders den Zehntklässlern neue Chancen, die bereits auf einen Berufszweig fixiert sind.  Weil entweder Wirtschaft oder Technik Leistungskurs sein muss, orientiert sich die Schulausbildung viel stärker an bestimmten Berufsbildern als dies beim Gymnasium der Fall ist. Der neue Ausbildungsgang, für den sich bereits Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet interessieren, wird ab dem nächsten Schuljahrangeboten. (Foto: höh)

 

WLZ, Januar 2003

 

Lernortkooperation optimiert Unterrichtsqualität

Die Unterstufe der Fachoberschule Sozialpädagogik an den Beruflichen Schulen in Korbach konnte im Rahmen eines Workshops

authentische Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt eines Ergotherapeuten gewinnen und feststellen, dass Lernortkooperation nicht nur im technischen Bereich, sondern auch im sozialpädagogischen Bereich bereichernd ist.

Herr Makowski, Praxisinhaber für Ergotherapie aus Bad Arolsen konnte als Partner für dieses Projekt gewonnen werden. Die Schülerinnen und Schüler erlebten hautnah, was es bedeutet, wenn Körperfunktionen nicht so ausgeprägt sind wie im Normalfall.

 

Beispielsweise wurde durch das Schreiben mit einem Bleistift (Foto), welcher an einen Hammer befestigt war, eine Muskeltonus-Disfunktion simuliert. Ausgiebige Übungen zur Wahrnehmung ähnlicher Krankheitsbilder folgten. Studienreferendar Jürgen Neumeier, der dieses Unterrichtsprojekt mit seinen Schülern durchführte, betonte es sei ausdrückliches Ziel, die Schüler und Schülerinnen in ihrem Einfühlungsvermögen (Empathie) gegenüber betroffenen Kindern zu sensibilisieren.

Die jungen Männer und Frauen, welche derzeit ihr schulbegleitendes Praktikum u.a. in Kindergärten absolvieren, konnten hieraus neue Erkenntnisse begleitend zu ihren ersten beruflichen Erfahrungen ableiten. Eine sich anschließende angeregte Diskussion über Fallbeispiele aus der Praxis rundete den handlungsorientierten Workshop ab. Vertiefungen und Verknüpfungen mit anderen interdisziplinären Projekten dieser Art sind in Planung, da sie erfahrungsgemäß die Motivation der Schüler sehr positiv beeinflussen und die Unterrichtsinhalte mit berufsrealem Leben füllen, was in allen Berufsfeldern zu einer Qualitätssteigerung beiträgt.

 

Januar 2003

 

Proben für „betrieblichen Ernstfall"

Schüler der Beruflichen Schulen lernen Unternehmenspraxis / Weltweiter Übungsmarkt

 

Lehrerin Christa Rivas erklärt Oliver Martinez und Mären Bieker in der Übungsfirma betriebliche Abläufe.

Von Achim Rosdorff

KORBACH. „Werbung", „Versand", „Rechnungswesen" -Schilder mit großen schwarzen Lettern hängen an den Wänden. Nicht Mitarbeiter einer Firma sitzen hier im Seitentrakt der Berufsschule Klosterstraße an Computern, geben Zahlen i ein und drucken Rechnungen aus, sondern Schüler/innen der einjährigen Berufsfachschule (Höhere Handelsschule) der Klasse 11 proben für den „betrieblichen Ernstfall".

Die 1985 gegründete Übungsfirma dient als Erweiterung und Vertiefung des theoretischen Unterrichts und der praktischen Ausbildung. Unterstützt wird das fiktive Unternehmen seit seiner Gründung von einem mittelständischen Lebensmittelgroßhandel aus dem Raum Korbach. Einmal im Jahr stattet die Klasse dem Betrieb einen Besuch ab, um Einblicke in reale Arbeitsabläufe zu bekommen.

„Jeder der zurzeit 13 Schüler muss in einem Vierteljahr drei Abteilungen durchlaufen und drei von sieben Stationen abdecken", erklärt Ingrid Kaul. Als Mitbegründerin hat sie der fiktiven Firma ihren Namen gegeben: „COTINA Kaul KG - Corbacher Tiefkühlkost & Nahrungsmittel KG". Zum Leitungsteam gehören Ingrid Kaul und Christa Rivas.

Hier in der Übungsfirma wird graue Theorie mit Leben gefüllt und Schüler werden möglichst praxisnah für das Berufsleben ausgebildet. So gibt es alle Abeilungen, die einen realistischen Betriebsablauf ermöglichen: angefangen vom Rechnungswesen mit Finanzbuchhaltung, Rechnungsprüfung und Mahnwesen über das Personalwesen, die Poststelle, EDV-Abteilung, Werbung, Auslandsabteilung, Einkauf bis hin zu Verkauf und Lager. „Der Ernstfall lässt sich am besten simulieren mit nicht vorhersehbaren Geschäftsvorfällen", erklärt Christa Rivas. So werden alle kaufmännischen und rechtlichen Gepflogenheiten bei der Arbeit berücksichtigt.

Online-Banking

Anfragen und Aufträge gehen ein, Mahnungen werden bearbeitet und Rechnungen erstellt. In der Poststelle treffen Briefe und Päckchen ein, Ein- und Ausgangspost werden bearbeitet. In der Werbeabteilung werden eigene Homepages erstellt und in der Personalabteilung die Gehaltsabrechnungen auf Fehler überprüft.

Klar, dass die Schüler/innen mit zeitgemäßer Ausstattung arbeiten, der Umgang mit modernen Informationsquellen und Medien ist ein wesentliches Lernziel. Für die Waren- und Kostenkontrolle stehen das Lexware- und Financial-Office-Programm zur Verfügung. Eine umfassende EDV- und Kommunikationsausstattung wird benötigt für Textverarbeitung, für das Erstellen von Tabellen und Statistiken, für die Warenwirtschaft, die Buchführung, das Online-Banking und für „E-Commerce". Präsentationen werden genauso geübt wie Datenbankverwaltung und die Arbeit mit dem Internet. Doch ganz will man nicht auf traditionelle Arbeitsmittel verzichten. So wird zum Beispiel noch mit Lagerkarten gearbeitet, um „Abläufe zu veranschaulichen".

Lieferscheine, Reklamationen und Rechnungen - die Korrespondenz landet auch in fremder Sprache auf den Schreibtischen. Für die Schüler in der Auslandsabteilung kein Problem und beste Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse aufzufrischen. Die Korbacher Übungsfirma arbeitet mit Betrieben in Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, aber auch in Australien oder Kanada zusammen. Die „COTINA Kaul KG" hat mit rund 50 deutschen und etwa 40 ausländischen Firmen Kontakt. Zurzeit gibt es weltweit 4040 Übungsfirmen, davon 712 in Deutschland. Träger sind unter anderem die Berufsbildungswerke des DGB, öffentliche Schulen und Wirtschaftunternehmen.

Der Schulbetrieb ist dem Deutsehen Übungsfirmenring angeschlossen und muss sich auf dem weltweiten Übungsfirmenmarkt behaupten. Gestellt werden Kontrollgremien, Abrechnungsstellen für Postgebühren, Versicherungen, Finanzämter, Stadtverwaltungen und Berufsgenossenschaften, aber auch Banken, Lieferanten und natürlich Kunden. Güterund Geldkreisläufe sind vollständig, um Waren-, Dienst- und Geldleistungen originalgetreu nachzustellen. Schulleiter Werner Schmal: „Der Umgang mit fiktiven Kunden und die Arbeit im Team fördert vor allem eines: die Sozialkompetenz."

 

WLZ, Januar 2003

LAST_UPDATED2
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>

Seite 3 von 4