Berufliche Schulen in Korbach und Bad Arolsen

 

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Berufsschulpflicht, Gesetze und Verordnungen Drucken

Berufsschulabschluss

Am Ende des Berufsschulbesuchs wird ein Abschluss- oder Abgangszeugnis erteilt. Ein Abschlusszeugnis wird erteilt, wenn in den Lerngebieten des berufsbezogenen Unterrichts sowie in den allgemeinbildenden Fächern jeweils mindestens ausreichende Leistungen erzielt worden sind. Ein Abschlusszeugnis kann erteilt werden, wenn der Durchschnitt der Leistungen im beruflichen Lernbereich mindestens der Note "ausreichend" entspricht, keine ungenügende Leistung im beruflichen Lernbereich vorkommt und in allen Unterrichtsangeboten des allgemeinen Lernbereichs mit höchstens einer Ausnahme mindestens ausreichende Leistungen erreicht worden sind. Die Entscheidung darüber trifft die Klassenkonferenz.

Das Abschlusszeugnis der Berufsschule ist immer dann erforderlich, wenn eine berufliche Weiterbildung angestrebt wird, so etwa eine Meister- oder Technikerausbildung.

Berufsschulpflicht (Auszug aus dem Hessischen Schulgesetz)

§ 62 - Beginn und Dauer der Berufsschulpflicht

(1) Die Berufsschulpflicht beginnt nach der Beendigung der Vollzeitschulpflicht mit dem Ausscheiden aus einer Vollzeitschule und mit dem Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis.

(2) Auszubildende, die in einem Ausbildungsverhältnis im Sinne des Berufsbildungsgesetzes stehen, sind für die Dauer des Ausbildungsverhältnisses berufsschulpflichtig.

(3) Jugendliche, die in keinem Ausbildungsverhältnis stehen, sind nach Erfüllung der verlängerten Vollzeitschulpflicht für die Dauer von drei Jahren, längstens bis zum Ende des Schulhalbjahres, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden, zum Besuch der Berufsschule berechtigt. § 64 Hessisches Schulgesetz bleibt unberührt.

(4) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Umschulungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit mit einem Umschulungsvertrag sind für die Dauer der Maßnahmen zum Besuch der Berufsschule berechtigt. Für die Teilnahme am Unterricht kann eine dem Aufwand angemessene Gebühr erhoben werden.

(5) Die Berufsschulpflicht entfällt oder endet vorzeitig am Ende des Schulhalbjahres, wenn das Kultusministerium für bestimmte Gruppen von Berufsschulpflichtigen oder wenn die Schulaufsichtsbehörde im Einzelfall feststellt, dass eine gleichwertige Ausbildung den Besuch der Berufsschule entbehrlich macht. Studierende in dualen Studiengängen sind von der Pflicht zum Besuch der Berufsschule befreit. Sie haben das Recht, am Berufsschulunterricht teilzunehmen.

(6) Die Berufsschulpflicht ruht für die Dauer des Wehr- und Zivildienstes, eines im Ausland absolvierten Ausbildungsabschnitts nach § 2 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes oder eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres. Sie kann für die Dauer des Besuchs einer Bildungseinrichtung ruhen; die Entscheidung darüber trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter.

§ 63 - Erfüllung der Berufsschulpflicht

(1) Die Berufsschulpflicht ist durch den Besuch der Berufsschule zu erfüllen, in deren Schulbezirk (§ 143 Abs. 2 und 4 bis 6 Hessisches Schulgesetz) der Beschäftigungsort liegt, bei berufsschulpflichtigen Behinderten im Arbeitstrainingsbereich der Ort der Werkstätte. Bei Berufsschulberechtigten ohne Ausbildungsverhältnis ist der Wohnort, bei Berufsschulberechtigten in Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit der Maßnahmeort maßgebend.

(2) Die Berufsschulpflicht kann durch den Besuch von Schulen oder Lehrgängen, die vom Kultusministerium erforderlichenfalls nach Anhörung des zuständigen Fachministeriums als Ersatz für den Berufsschulunterricht anerkannt worden sind, erfüllt werden.

(3) Sofern in Hessen für einen Ausbildungsberuf kein entsprechender Unterricht angeboten wird und die Berufsschulpflicht nicht nach Abs. 2 erfüllt wird, wird sie durch den Besuch der in Hessen nächstgelegenen Berufsschule mit einem für den Ausbildungsberuf förderlichen Unterrichtsangebot erfüllt. Welche Schule zu besuchen ist, bestimmt die Schulaufsichtsbehörde.

§ 64 - Erfüllung der Berufsschulpflicht bei Anspruch auf sonderpädagogische Förderung

(1) Jugendliche mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung erfüllen die Berufsschulpflicht durch den Besuch der Berufsschule in der Regelklasse oder in Bildungsgängen, die auf eine Berufsausbildung oder eine Berufstätigkeit vorbereiten oder für einen Beruf qualifizieren. Die Berufsschulpflicht kann durch den Besuch von Förderberufsschulen erfüllt werden.

(2) Auf Antrag der Schülerin oder des Schülers oder der Eltern kann die Berufsschulpflicht bis zur Dauer von zwei Jahren verlängert werden, wenn anzunehmen ist, dass dadurch eine berufliche Förderung ermöglicht wird. Die Entscheidung darüber trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter.

Berufsschulverordnung

Verordnung über die Berufsschule vom 09.09.2002, zuletzt geändert durch Verordnung vom 19.03.2013
Quelle: Hessenrecht - Rechts- und Verwaltungsvorschriften

 

Weitere Rechtsgrundlagen für Berufliche Schulen:

Rechtsgrundlagen der Beruflichen Schulen

Teil- und Vollzeitschulformen

Teilzeitschulform

Die Teilzeitberufsschule führt die theoretische Berufsausbildung und die Weiterbildung im allgemeinen Unterricht durch. Die Aufteilung und Organisation dieser Ausbildungszeit auf die Lernorte (Betrieb und überbetriebliche Ausbildungsstätte, Berufsschule) erfolgt in der Regel in Absprache mit den Ausbildungsbetrieben. Sowohl Blockunterricht, als auch Teilzeitunterricht sind an unserer Schule je nach Berufsgruppe üblich.

Vollzeitschulform

Jugendliche, die nach dem 9. Schuljahr weder eine weiterführende Schule besuchen, noch eine Berufsausbildung beginnen, müssen in Hessen die verlängerte Vollzeitschulpflicht (10. Schuljahr) erfüllen, die durch den Besuch der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BBV) oder einer zweijährigen Berufsfachschule (BFS) abgeleistet werden kann. Die BBV bieten den Hauptschulabschluss, die Zweijährige Berufsfachschule den Mittleren Abschluss an.

Auf dem mittleren Bildungsabschluss aufbauend können an unserer Schule folgende Schulformen besucht werden:

  • Einjährige Höhere Berufsfachschule für Wirtschaft (Höhere Handelsschule)
  • Zweijährige Berufsfachschule (BFS)
  • Zweijährige Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung, Fachrichtung Technik (BFI)
  • Fachoberschule (FOS)
  • Berufliches Gymnasium (BG)

Bildungsabschlüsse

Mögliche Abschlüsse an den Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen:

  • Berufsschulabschluss
  • Berufsabschluss
  • Hauptschulabschluss
  • Mittlerer Abschluss
  • Fachhochschulreife
  • Hochschulreife

 

Berufliche Weiterbildung

Folgende Weiterbildungsmöglichkeiten werden an den Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen in Teilzeitform angeboten:

  • Zweijährige Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung (FSW)
  • Zweijährige Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe (FSH - Hotelfachschule)

 

Bei erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung sind die Absolventen berechtigt, folgende Berufsbezeichnung zu führen:

Staatliche geprüfte Betriebswirtin / Staatlich geprüfter Betriebswirt


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Aktualisiert durch Oliver Emde am Donnerstag, 09. Januar 2014 um 14:35